Anmerkungen des Autors zu diesem Rezept
Das Bier riecht nach grünem Apfel und hat eine unglaubliche Geschmacksfülle. Leicht adstringierend, Aromen von gegrillter Ananas, Leder und Zigarren. Aufgrund der 95 IBU ist das eher ein Männerbier...Das Wasser sollte auf das Burton-Profil aufgesalzen werden.
Der Stopfhopfen kommt nach sieben Tagen ins Gärfass und verbleibt dort ebenfalls sieben Tage. Danach umschlauchen und den Hopfen dabei ausfiltern. Dann kommen erst die Brettanomyces claussenii (White Labs WLP645) ins Bier und bleiben dort für mindestens drei bis vier Monate bei einer Temperatur von nicht unter 20° Celsius.
Der Magnum als Bitterhopfen kann natürlich durch EKG ersetzt werden, das dürfte geschmacklich aber keinen Unterschied machen.
Kleines FAQ:
F: Wieso wird da kein Maris Otter genommen?
A: Weil es Maris Otter erst seit ca. 1960 gibt, in klassischen englischen Bieren wurde es definitiv nicht verwendet.
F: Und warum dann nicht 100% Pale Ale?
A: Weil auch das heutige Pale Ale-Malz dafür nicht verwendet wurde. Für IPAs wurde ein Pale-Malt verwendet, welches heute nicht mehr erhältlich ist, aber heller als Pale-Ale-Malz war. Eine Mischung von Pale Ale mit Pilsener Malz solle das näherungsweise treffen, wobei das natürlich auch nicht authentisch ist.
F: Hat ein klassisches IPA nicht auch Holzaromen?
A: Eher nicht, weil es wurde alles dafür getan, diese Aromen vor Abfüllung aus dem Holz zu bekommen. Teilweise wurden die Fässer von innen versiegelt, teilweise durch auslaugen „weingrün“ gemacht. Holzaromen dürften, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben.
F: Verseuche ich mir mit Brett C nicht meine komplette Ausrüstung?
A: Jupp, ist so. Allerdings nur bis zur Reinigung. Kleinteile auskochen, das Gärfass erst mit Dan Klorix reinigen und vor der nächsten Belegung dann mit Star San desinfizieren. Zumindest bei mir war danach von der Brett-Hefe nichts mehr vorhanden.