Anmerkungen des Autors zu diesem Rezept
Dieses Bier habe ich im letzten Tschechien-Urlaub kennengelernt. Es war überragend zu einem schweren gutbürgerlichen tschechischen Essen.Dieser Klon ist praktisch identisch mit dem Original. Im direkten Vergleich konnte ich nur minimale Unterschiede entdecken. Der Klon ist geringfügig heller, minimal trockener und etwas stärker karbonisiert. Das ist aber nur im direkten A/B-Vergleich feststellbar.
Das Rezept spiegelt wider, was ich gebraut habe. Beim nächsten Mal würde ich das Rezept anpassen: 2 Prozentpunkte mehr Karamellmalz für 5 EBC mehr Farbe und mehr Süße, sowie Reduzierung der Karbonisierung auf 4,0 g CO2 / Liter.
Wasserprofil: Das böhmische Brauwasser ist sehr weich. Ich habe mein Wasser mit destilliertem Wasser verschnitten und noch leicht aufgesalzen. Das Endprofil war Ca:40 / Mg:8 / Su:40 / Cl:80 / Na:25 / RA:-0,3 / pH:5,1 / HCO3:105.
Schüttung: Laut Website werden 4 Malzsorten verwendet. Ich nehme Pilsner Malz, Münchner Malz, böhmisches Karamellmalz, Röstmalz an. Ich hatte kein böhmisches Karamellmalz mit 200 EBC. Deshalb eine Mischung aus Viking Caramel 150 und Cara Aroma (400 EBC). Außerdem etwas Melanoidinmalz für die fehlende Dekoktion, damit die Maillard-Aromen nicht zu kurz kommen. Das Röstmalz wurde erst zum Ende der Verzuckerungsrast zugegeben, um brenzlige Röstbittere zu vermeiden und nur Farbe zu extrahieren.
Hopfen: Perle ist kein stiltypischer Bitterhopfen für ein tschechisches Bier. Den habe ich nur verwendet, um den Eintrag von Grünmaterial zu verringern. Als Aromahopfen kommt dann stilecht Saazer zum Einsatz. Die 0,3 g / Liter Irish Moss kommen mir rückblickend etwas viel vor. Hat aber sehr gut funktioniert.
Gärung: Ich habe je 2 Päckchen Mangrove Jack’s M84 Bohemian Lager und Gozdawa Czech Pilsner 18 verwendet. Das ist etwas viel, aber die Hefen waren bereits abgelaufen. Angestellt bei 8 Grad, vergärt bei 10 Grad. Danach Cold Crash bei 0 Grad für einige Tage. Nach Gärung Alkoholgehalt von 3,5 %.
Karbonisierung auf 4,5 g CO2 / Liter mit Haushaltszucker. Dadurch Steigerung des Alkoholgehalts auf 3,8 %. Reifung mehrere Monate bei 2 Grad.
Gebraut mit einer Malzrohranlage (Braumeister). Die Sudhausausbeute von 53 % war selbst für meine Verhältnisse ziemlich lausig. Normalerweise lande ich bei 60 %.