Waarinak - Julebryg / Weihnachtsbier

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Autor: Waarinak | Erstellt am 12.11.2021

St.würze 16%
Bittere 18IBU
Farbe 35EBC
Alkohol 5.8%

Schön süffig und reich an Aromen aber nicht überladen bei einer angenehmen Bittere. Nicht zu schwer und trotzdem angenehm cremig. Es kommt zur Winterzeit bei meinen Freunden und Verwandten sehr gut an, ist aber meistens viel zu schnell alle. Bei meinem letzten Dänemark Urlaub, ging es langsam auf die Weihnachtszeit zu und man bekam überall in den Läden Weihnachtsbier und Weihnachtsmalzbier. Das hat mich animiert ein eigenes zu brauen. Es gelang mir nach ein wenig tüftelei.

für Ausschlagwürze
bei Sudhausausbeute

Brauwasser

Hauptguss 20 Liter
Nachguss 17 Liter
Gesamt: 37 Liter

Schüttung

Barke Münchner Malz
2.5 kg(45.5%)
Abby Malz
1.5 kg(27.3%)
Weizenmalz hell
1 kg(18.2%)
Haferflocken
0.25 kg(4.5%)
Röstmalz Carafa Spezial II
0.25 kg(4.5%)
Gesamt: 5.5 kg

Maischplan

Einmaischen 45°C
1. Rast 45°C 5 min
2. Rast 54°C 5 min
3. Rast 63°C 25 min
4. Rast 72°C 35 min
Abmaischen 78°C

Würzekochen?

Gesamtkochzeit: 60 min
Saazer
15 g Vorder­würze
Northern Brewer
10 g 20 min
East Kent Golding
15 g 10 min
Süßholz (geschrotet)
30  g 60 min
Fichtentriebe (frisch)
30  g 10 min
Zimtstange/ Kaneel (gebrochen)
5  g 10 min
Sternanis ganz
5  g 10 min
Milchzucker
500  g 10 min

Gärung und Reifung

Hefe:

Gozdawa Old German Altbier 9

Zusätzlich in die Gärung:

500 g Waldhonig

Gärtemperatur:

18-20 °C

End­vergärungsgrad:

60%

Karbonisierung:

4 g/l

Anmerkungen des Autors zu diesem Rezept

Ich baue im Grainfather.
Die Haferflocken erst zur dritten Rast zugeben. So gleicht man recht gut die Öle der Gewürze aus und man hat einen schönen Schaum.
Das Röstmalz gebe ich meist zehn bis zwanzig Minuten vorm abmeischen dazu. Wenn man es prägnanter mag, kann dies auf schon eher geschehen.
Wer ein wenig mehr fruchtigkeit im bier möchte, dem sei ans Herz gelegt, 5-20g Wacholderbeeren 10-20 Minuten mit in der Würze zu sieden.
Wenn man getrocknete Fichtentriebe nimmt, nimmt man nur ca. Die Hälfte der Mänge.
Der Honig sollte, mit einem halben lieter abgekochtem und auf ca. 40 Grad abgekühltem Wasser vermengt, dazugegeben werden, wenn die Stürmische Hauptgärphase vorbei ist.
Die Aromen der Gewürze werden sich mit der Zeit der Reife wandeln. Direkt zur Hauptgärphase, hat man ein schönes Malzbier mit wenig Umdrehungen. Aber es fehlt noch der Honig und man muss es sofort trinken oder pasteurisieren.
!Vorsicht!
Beim einkochen können die Flaschen explodieren und bilden ein hohes Verletzungsrisiko!
Nach 4 Wochen ist es noch recht harzig aber sehr angenehm. Nach 6-8 Wochen geht der Tannenbaumtraum immer weiter zurück und die wohlige Wärme der Gewürze kommt sehr harmonisch rüber.
Länger hat bislang keines überlebt.
Viel Text aber wer bis hierher gelesen hat und immer noch nachbauen möchte, dem wünsche ich viel Erfolg und Spaß dabei.
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Benutzerkommentare zu diesem Rezept

Waarinak 22.11.21, 20:49 Uhr
Hallo, Bitte verzeih mir die Verzögerung. Danke. Es schmeckt auch sehr spannend. Einfach nach geballter ladung Weihnachten. Ich habe mir angewöhnt die erste Stürmische Gärung abzuwarten. Damit die Hefe erst einmal gut ankommen kann. Honig ist von Haus zwar antiseptisch aber wenn der wassergehalt zu hoch ist, kann er auch Hefen beherbergen. Kochen möchte ich ihn nicht. Dann bekommt er den typischen koch Geschmack. Aber man kann ihn auch bei 40 Grad in die würze geben. Beste Grüße
Zuletzt geändert: 22.11.21, 20:54 Uhr
CaptainPunsch 21.11.21, 09:13 Uhr
Hallo. Liest sich sehr spannend. Was bringt dich zu der Aussage "Aber es fehlt noch der Honig und man muss es sofort trinken oder pasteurisieren." ? Siehst du eine infektionsgefahr wegen dem Honig?
Zuletzt geändert: 21.11.21, 09:14 Uhr