Sudhausausbeute- und Schüttungsrechner*

*der Rechner basiert auf den im Theorieteil (siehe unten) aufgeführten Formeln
Berechnung der Sudhausausbeute
Schüttung:
kg
Stammwürze:
Ausschlagswürze:
Liter
Volumen gemessen bei:
100°C
20°C
» Sudhaus­ausbeute:
68.4%
Berechnung der Schüttung bei bekannter Sudhausausbeute
Ausschlagswürze:
L (bei 100°C)
Stammwürze:
°Plato
Sudhausausbeute:
%
» Benötigte Schüttung:
3.61 kg

Theorie

Sudhausausbeute

Die Sudhausausbeute ist eine bedeutende Größe um die Effizienz der Maischarbeit beurteilen zu können. Die Sudhausausbeute gibt den Anteil des aus dem Malz gewonnenen Extrakts (Zucker) in % wieder:

Gleichung 1: Sudhausausbeute [%] = (Extrakt [kg] / Schüttung [kg] ) · 100

Werden nach dem Würzekochen 3 kg Extrakt aus 5 kg Malz gewonnen (der Extrakt kann in einem beliebigen Volumen Würze gelöst sein), so liegt die Sudhausausbeute bei 60% (3/5 · 100). Sieht doch ganz einfach aus und viel komplizierter wird's auch nicht. Wir müssen nur noch die Berechnung der Masse des Extraktes etwas aufdröseln. Dazu brauchen wir das Gewicht der Ausschlagswürze, sowie im Anschluss von dieser Masse den Extraktanteil. Ersteres erhalten wir indem wir einfach das Volumen der Ausschlagswürze mit ihrer spezifischen Dichte multiplizieren:

Gleichung 2: Masse Ausschlagswürze [kg] = Volumen Ausschlagswürze [L] · Spezifische Dichte [kg/L]

Da das Volumen der Ausschlagswürze in aller Regel direkt nach dem Würzekochen, also bei 100°C, gemessen wird, muss noch für die Volumenschrumpfung bei 20°C korrigiert werden (Dichte Wasser 100°C 958.4 kg/m³ / Dichte Wasser 20°C 998.2 = 0.96). Die Spezifische Dichte läßt sich aus der Stammwürze berechnen. Näherungsweise kann dies geschehen, indem man die Stammwürze mit 4 multipliziert (z.B. 12°P = 48) und mit 1000 dividiert (=0.048) und zu 1 addiert. D.h. ein Würze mit 12°P hat eine spezifische Dichte von ca. 1.048 kg/l. Bis 16 oder 17°P ist die Konversion mit dieser Faustformel hinreichend genau, bei höheren Extraktgehalten beginnt der so erhaltene Wert vom tatsächlichen Wert abzuweichen. Genauer ist folgende Formel, welche auch für diesen Rechner verwendet wird (Quelle: http://plato.montanahomebrewers.org/):

Gleichung 3: Spezifische Dichte [kg/L] = (Extrakt [°P] / (258,6 - (Extrakt [°P] / 258,2) · 227,1))+1

Der Extraktanteil wird durch Multiplikation der Masse der Ausschlagswürzemit dem Dezimalwert der Stammwürze in °Plato erhalten:

Gleichung 4: Masse Extrakt [kg] = Masse Ausschlagswürze [kg] · Dezimalwert Stammwürze (Dezimalwert: z.B. 12°P = 0.12))

1 kg Würze mit 12°P enthält also 120 g Extrakt, aber das ist ein alter Hut. Werden Gleichungen 1-4 in einer Gleichung zusammengefasst erhalten wir:

Gleichung 5: Sudhausausbeute [%] = (Volumen Ausschlagswürze [L] · Spezifische Dichte [kg/L] · Dezimalwert Stammwürze · Temperaturfaktor / Schüttung [kg] ) · 100

Haben wir z.B. mit 3.5 kg Malz eingemaischt und gewinnen am Ende des Hopfenkochens 19 Liter Würze (Volumen gemessen bei 100°C) mit einer Stammwürze von 12.5°P so wird unsere Arbeit mit einer respektablen Sudhausausbeute von 68% belohnt (d.h. 68 g Zucker aus 100 g Malz).

Die Stammwürze treffen

Jetzt kann man die Frage natürlich auch andersherum Stellen: wieviel Malz benötige ich um soundsoviel Ausschlagswürze mit soundsoviel Extrakt herzustellen? Ist die Sudhausausbeute seines Systems bzw. einer Schüttung bekannt, braucht man einfach nur Gleichung 5 nach der Schüttung umstellen:

Gleichung 6: Schüttung [kg] = (Volumen Ausschlagswürze [L] · Spezifische Dichte [kg/L] · Dezimalwert Stammwürze / Sudhausausbeute [%]) · 100

Und ferdsch!

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